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Trennung / Scheidung

Frauen in Trennungssituationen


Etwa jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Eine Trennung führt zu vielen wichtigen Fragen, sie bedeutet zugleich auch psychisch einen entscheidenden und belastenden Lebensabschnitt. Der Entschluss, sich vom Partner zu trennen, die Ehe aufzulösen, bringt folglich viele Veränderungen mit sich.


Folgen einer Trennung

Frauen sind in der Regel nach einer Trennung stärker von finanziellen Einbußen betroffen, da sie auch heute noch oft ohne oder mit viel zu geringen Einkünften die Restfamilie versorgen müssen. Auch in ihrer persönlichen Lebenseinstellung und ihrem Selbstwertgefühl sind sie meist tief verletzt.
Die 2008 erfolgte Reform des Scheidungsrechts hat neben einer Erwerbsverpflichtung eine geänderte Rangfolge von Ansprüchen auf nacheheliche Unterhalt (außereheliche Kinder haben vorrangigen Unterhaltsanspruch gegenüber der Ehefrau) und eine Neuregelung des Betreuungsunterhalt nach sich gezogen. Eine Trennung kann daher gerade bei Frauen zu enormen wirtschaftlichen Einbußen führen. Aber, solange Ehepartner getrennt leben und noch nicht rechtskräftig geschieden sind, können sie voneinander angemessenen Unterhalt verlangen - den so genannten Trennungsunterhalt. Zusätzlich haben die gemeinsamen Kinder Anspruch auf Unterhalt. Der Anspruch auf Unterhalt wegen Getrenntlebens endet, sobald eine Scheidung rechtskräftig wird. Grundsätzlich jedoch steht während der Trennungszeit beiden Partnern die Hälfte des Gesamteinkommens des Paares (nach Steuer- und Sozialabgaben etc.) zu. War ein Ehepartner zuvor nicht erwerbstätig, kann er in der Trennungszeit nicht gezwungen werden, sich seinen Unterhalt durch Erwerbstätigkeit selbst zu verdienen. Wird der nacheheliche Unterhalt berechnet, gilt weiterhin, dass die Dauer der Ehe und die Dauer der Pflege und Erziehung der gemeinschaftlichen Kinder zu berücksichtigen sind.


Folgen einer Trennung für die gemeinsamen Kinder

Für Kinder ist das Zusammenleben mit beiden Elternteilen selbstverständlich. Eine Trennung erschüttert diese Sicht familiärer Ordnung erheblich. In der Regel gehen einer Trennung viele Auseinandersetzungen voraus, was häufig die psychische Entwicklung des Kindes belastet. Kinder sind nicht selten in diesen Auseinandersetzungen als Bündnispartner, Tröster oder Schlichter verstrickt. Dies kann sie stark prägen und nicht selten dauerhaft schädigen.
Trennen sich Eltern allerdings so, dass sie ihrer Verantwortung als Eltern gerecht bleiben, kann eine Trennung für das Kind eine Chance bedeuten, gestärkt aus der erlittenen Familienkrise hervorzugehen.


Wie können wir Sie unterstützen?

Zu rechtlichen Fragen und Themen wie etwa Sorgerecht, Umgangsrecht, Versorgungsausgleich etc. informiert in regelmäßigen Abständen eine Juristin in der Frauenberatungsstelle.


Für die psychischen Belange, Vermittlung und Begleitung (etwa zu einer Rechtsanwältin oder zum Jugendamt) nach einer Trennung stehen Ihnen die Fachfrauen der Frauenberatung zur Seite.