Formen der Gewalt und ihre Auswirkungen


Gewalt gehört für viele Frauen nach wie vor zum Alltag. Jede vierte Frau in Deutschland ist mindestens schon einmal von ihrem Mann oder Partner misshandelt worden.


Gewalt hat viele Gesichter:

  • körperliche Gewalt: schlagen, stoßen, treten,

  • psychische Gewalt: beschimpfen, beleidigen, für verrückt erklären,

  • finanzielle Gewalt: Geld verweigern, wegnehmen, einteilen,

  • Isolation: einsperren, verbieten von Außenkontakten, ständige Kontrolle,

  • Einschüchterung: durch Blicke, Gesten, Schreien, Toben, Zerstörung von Gegenständen,

  • Drohungen: er droht damit, sich selbst, der Frau, den Kindern etwas anzutun.

  • Abstreiten oder Bagatellisieren von Gewalt: vorgefallene Misshandlungen werden abgestritten oder verharmlost; dem Opfer (der Frau, den Kindern) wird die Schuld zugeschrieben.

  • Demütigungen: Das Opfer wird vor der Familie, vor Freunden und Bekannten herabgesetzt oder schlecht gemacht.

  • Bei Frauen, die über längere Zeit Gewalt ausgesetzt sind und zwar in ihrem Zuhause, dem Ort, der eigentlich Sicherheit versprechen sollte, zeigen sich verschiedene Auswirkungen. Am häufigsten können beobachtet werden: Verletzung des Selbstwertgefühls, Unsicherheit, Angst, Depression, Krankheiten, körperliche Verletzung, Selbstzweifel und Schamgefühle. Frauen fühlen sich häufig immer noch für das Gelingen der Partnerschaft verantwortlich. Sie suchen die Schuld bei sich und denken, sie hätten versagt. Sie schämen sich, selbst mit ihrer besten Freundin darüber zu sprechen. Und immer wieder hoffen sie, dass es dieses Mal das letzte Mal war, denn es gab bzw. gibt in der Beziehung auch andere (bessere) Zeiten.