Formen von Essstörungen

 

Essstörungen sind weit verbreitet. So unterschiedlich die Formen der Essstörungen erscheinen, so haben sie doch vieles gemeinsam, beispielsweise das gedankliche Kreisen um Essen und Nicht-Essen.

Es gibt drei Formen von Essstörungen, die nicht scharf von einander abgegrenzt werden können, sondern die oftmals in einander übergehen können: Magersucht (Anorexie), Bulimie, Heißhungerattacken (Binge–Eating-Störung).

Hinweise auf eine Anorexie/Magersucht
• Selbst herbeigeführter Gewichtsverlust (durch Hungern oder Erbrechen) um 15 % - 20 % innerhalb kurzer Zeit (3-4 Monate) bis zur extremen Abmagerung.
• Ständiges gedankliches Kreisen um Essen, Lesen von Kochbüchern, Rezepten, Kochen für andere unter Vortäuschung selber zu essen.
• Der eigene Körper wird als dick wahrgenommen auch dann, wenn extremes Untergewicht besteht (Körperschemastörung).
• Ausbleiben der Menstruation.

Hinweise auf eine Bulimie
• Mindestens zwei Essattacken pro Woche über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten.
• Selbst herbeigeführtes Erbrechen, extreme sportliche Betätigung.
• Ständiges gedankliches Kreisen um Essen und Nicht-Essen.
• Medikamentenmissbrauch (Abführmittel und Entwässerungstabletten).

Hinweise auf eine Binge-Eating-Störung oder psychogene Adipositas
• Bei häufigen regelmäßigen Heißhungeranfällen werden große Menge von Lebensmitteln verzehrt.
• Keine kompensierenden Maßnahmen nach Essattacken (wie Erbrechen, extreme sportliche Betätigung).
• Unregelmäßiges Essverhalten.
• In der Regel starkes Übergewicht.

 

Schuld und Schamgefühle begleiten die von Essstörungen Betroffenen. Sie befinden sich in großer seelischer Not und Einsamkeit.